[Rezension] Das dunkle Herz

[Rezension] Das dunkle Herz

14. März 2019 0 Von Grey

Wenn dir das nächste Mal schwindelig wird, solltest du aufpassen, das es dir nicht so wie Anna und Nick aus Lukas Hainers Buch „Das dunkle Herz“ ergeht. Denn dort, wo die beiden aufwachen, will niemand freiwillig hin.

Details zum Buch:
Das dunkle Herz
Lukas Hainer
Ivi Verlag
12,99 € E-Book / 16,00 € Hardcover

01. März 2018
384 Seiten
Band 1 der Dilogie
4 Sterne

Inhalt:
Während einer Gedenkfeier für ihren verschwundenen Bruder wird Anna schwarz vor Augen, und sie erwacht am Rande einer verlassenen Wüstenstadt. Als alle Versuche scheitern, Kontakt zu ihren Eltern aufzunehmen, sucht sie in der Stadt nach Antworten und stößt auf weitere Ankömmlinge, unter ihnen der junge Nick. Bald entbrennt ein Kampf ums Überleben, sowohl mit ihrer unwirtlichen Umgebung als auch unter den Gestrandeten selbst. Während die Spannungen eskalieren und es sogar zu Toten kommt, findet Anna plötzlich Hinweise auf ihren Bruder – ist es möglich, dass er noch lebt? Als sie der Spur folgen, stoßen Nick und sie auf ein furchtbares Geheimnis, das dieser Ort und seine Bewohner hüten: das dunkle Herz. Und plötzlich geht es um weit mehr als nur um ihr eigenes Schicksal.

Erster Eindruck zum Buch:
Ein auffallendes, dennoch Schlichtheit ausstrahlendes Cover, die sehr tolle Innengestaltung und die Kapitelanfänge sind mir gleich in Erinnerung geblieben. Anfangs geht es in der Geschichte etwas Schlag auf Schlag und man gerät etwas ins Stolpern beim Lesen. Doch das Gefühl legte sich bei mir schnell wieder und ich konnte mich vollkommen in die Welt des Buchs stürzen.

Protagonisten:
Anna empfand ich als Charakter sehr interessant. Sie ist eine schlaue junge Frau, mit einem gut ausgeprägten Bauchgefühl, das sich hin und wieder zeigt. Dinge zu hinterfragen und nicht kopflos loszustürmen, gehören für mich zu ihren positiven Eigenschaften. Auch ihre Gedankengänge waren für mich klar und deutlich beschrieben und gut nachvollziehbar.
Ehrlich gesagt, war Nick für mich ein ziemliches Rätsel. Er wirft ein paar Fragen auf, dessen Antworten man unbedingt entdecken will. Er und Anna ergänzen sich super und er ist ein sympathischer Protagonist, von dem man gerne mehr lesen möchte.
Beide haben mich auf ihre Weise beeindruckt, ob es der Mut war die Hoffnung nicht aufzugeben oder ihre Reaktionen in manchen Situationen.

Meine Meinung:
Wie ich bereits zu Beginn erwähnte, wirkte es anfangs ein klein wenig holperig, doch man merkt wie die Geschichte und der Autor im Verlauf des Buchs gemeinsam gewachsen sind. Der Weltenaufbau war absolut mein Ding. Altbekannt und doch mit neuen Dingen verwoben, hat mich die Geschichte schnell in ihren Bann gezogen und die Seiten flogen dahin. Wie in vielen Büchern gab es natürlich Höhen und Tiefen, doch im Großen und Ganzen ist das wichtigste, das man sich nicht langweilt. Und genau das war überhaupt nicht der Fall. Natürlich hatte ich Momente, die mir trotz wichtiger Dialoge und Informationen etwas langatmig vorkamen, aber das fiel bei mir bei allem drumherum nicht großartig ins Gewicht bei der Bewertung. Vielleicht wenn die Informationen im nächsten Band etwas mehr gestreut werden, über die Seiten hinweg und meist nicht so geballt kommen, kommt das Gefühl erst gar nicht auf. Abgesehen davon hat mich dieses tolle Buch, das mir Spaß gemacht hat beim Lesen absolut überzeugt. Band 2 kann kommen, denn ich freue mich schon zu erfahren wie es weitergeht.