[Rezension] Die Mitternachtsbibliothek

[Rezension] Die Mitternachtsbibliothek

27. Mai 2021 0 Von Grey

Details zum Buch:
Die Mitternachtsbibliothek
Matt Haig
gelesen von: Annette Frier
erschienen im Argon Hörbuch Verlag oder beim Droemer Verlag
19,95 € Audio-CD / 17,99 € E-Book / 20,- € Gebunden

01. Februar 2021
Laufzeit: ca. 6h 44min
4 Sterne

Inhalt:
Stell dir vor, auf dem Weg ins Jenseits gäbe es eine riesige Bibliothek, gesäumt mit all den Leben, die du hättest führen können. Buch für Buch gefüllt mit den Wegen, die deiner hätten sein können. Hier findet sich Nora Seed wieder, nachdem sie aus lauter Verzweiflung beschlossen hat, sich das Leben zu nehmen. An diesem Ort, an dem die Uhrzeiger immer auf Mitternacht stehen, eröffnet sich für Nora plötzlich die Möglichkeit herauszufinden, was passiert wäre, wenn sie sich anders entschieden hätte. Jedes Buch in der Mitternachtsbibliothek bringt sie in ein anderes Leben, in eine andere Welt, in der sie sich zurechtfinden muss. Aber kann man in einem anderen Leben glücklich werden, wenn man weiß, dass es nicht das eigene ist?

Die Geschichte:
Noras verschiedene Leben zu erforschen, sind jedes für sich detailliert genug beschrieben und immer etwas vollkommen anderes. Manche Dinge die zunächst toll erscheinen, sind es gar nicht wenn man mal genauer hinsieht. Gemeinsam mit Nora entdeckt man gutes wie schlechtes und wächst daran.

Sprecher/-in:
Annette Frier liest die Geschichte sehr lebendig und man kann die verschieden Charaktere gut auseinander halten. Ich finde es neben der eigentlichen Geschichte auch immer wichtig, wie die Stimme zur Geschichte passt und ob diese angenehm ist. Beide dieser Kriterien erfüllt die Sprecherin ohne Zweifel. Die Geschichte erwacht zum Leben wenn man ihr zuhört.

Gesamteindruck:
Der Gedanke das der Weg ins Jenseits solch Möglichkeiten offen halten kann, finde ich durch aus interessant und beruhigend. Für Nora scheint das genauso gewesen zu sein. Wenn man allerdings etwas genauer darüber nachsinnt, regt es einen an, in sich zu gehen und zu überlegen, was die eigentliche Botschaft hinter all dem ist. Der Gedanke hinter der Geschichte finde ich sehr gut gewählt und auch danach habe ich noch an die Geschichte gedacht und was sie einen lehren kann. Wir alle haben bis zu einem bestimmten Maß unser Leben selbst in der Hand. Wie wir es leben und gestalten, liegt ganz in unserem Ermessen. Das was den einen erfüllt, muss der Ziel des anderen sein. Das lehrt der Autor mit seinem Buch.