Rezension zu „Black Forest High: Ghostseer“

Rezension zu „Black Forest High: Ghostseer“

10. März 2019 0 Von Nicky Mohini

„Ghostseer“ ist der Auftakt zur neuen Buchserie „Black Forest High“.

Hier ein paar Daten zum Buch:


Titel: Black Forest High: Ghostseer
Autor: Nina MacKay
Verlag: ivi
Cover: ZeroMedia
Preis: eBook 12,99 € / Broschiert 15,00 €
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2019
Anzahl der Seiten: 400
Serie: Black Forest High
Band: 1
Bewertung: 3 Sterne

Rezension

Seven kann Geister sehen. Normalerweise werden die Geistbegabten, kurz nachdem diese Gabe auftaucht, an die Black Forest High gebracht, um dort ihre Fähigkeiten unter Kontrolle zu bekommen. Doch Seven hält schon viel länger durch als alle anderen und kommt extrem spät an der neuen Akademie an. Zu allem Übel ist sie dadurch direkt bei allen bekannt und dass sie mit einem Geist befreundet ist, macht das Ganze nicht besser – die Gerüchteküche brodelt. Außerdem scheint etwas Komisches an der Black Forest High vor sich zu gehen: Was hat es mit der geheimen Arbeitsgruppe auf sich? Wieso verschwinden Schüler und Schulabgänger spurlos? Was wollen die attraktiven und geheimnisvollen Zwillinge Parker und Crowe von Seven? Und wieso sind die Poltergeister hinter ihr her? So viele Fragen und Geheimnisse, die beantwortet und gelöst werden wollen. Seven und ihre Freunde versuchen dem Ganzen auf den Grund zu gehen, was sich alles andere als einfach herausstellt …

Das Cover zeigt zwei eher abstrakte Gebäude, die wie im Nebel liegen. Umrahmt wird es von bronzefarbenen verschnörkelten Ranken. In der unteren rechten Ecke steht eine junge Frau, die ein wenig verloren wirkt. Sie schaut sich um, weil sie nicht sicher ist, was um sie herum geschieht. Der Titel des Buches wird von kleinen Details geschmückt: ein Schlüssel, ein Raabe und zwei Blätter. Für mich symbolisieren sie das Geheime und Mysteriöse an der Akademie. Es ist wirklich unglaublich gelungen und macht große Lust auf die Geschichte.

Seven ist eine sympathische Protagonistin, mit der ich mich zu Beginn gut identifizieren konnte. Nach dem Tod ihrer Schwester hat sie in Remi, dem Geist, einen guten Freund und Halt gefunden. An der Akademie wird sie allerdings wieder in eine komplett unbekannte und neue Situation geworfen, der sie sich stellen muss. Mit der Zeit hatte ich es etwas schwieriger mit ihr, weil ich sie einfach nicht mehr richtig verstehen konnte. Ich hatte von ihr erwartet, dass sie mehr hinterfragt und nicht alles so hinnimmt. So ist es mir zumindest vorgekommen und so wie ich sie kennengelernt habe, dachte ich einfach, sie entwickelt sich anders.

Crowe kann ich gar nicht einschätzen. Mal ist er unglaublich flirty, charmant und freundlich, dann wieder undurchsichtig, abweisend und irgendwie komisch. Ich muss zugeben, dass er mir echt auch Angst macht und ich habe die Szenen mit ihm oft mit Skepsis und einer gewissen Vorsicht gelesen.

Parker ist sehr mysteriös und lässt sich nicht in die Karten blicken. Auch wenn er nicht so viel von sich zeigt und preisgibt, so ist er mir doch der liebere Zwilling. Er wirkt einfach ehrlicher und ist mir viel sympathischer. Dennoch kann man nicht so wirklich viel über ihn sagen, da er sich oft sehr zurücknimmt oder eher im Hintergrund auftritt.

Remi ist ein Charakter, der jede Situation irgendwie auflockert. Er ist Seven ein treuer Freund, unterstützt sie, wo er nur kann und steht ihr immer bei. Trotzdem habe ich bei ihm manchmal ein eigenartiges Gefühl, da auch er sehr viele Geheimnisse kennt und hütet. Seine Verbindung zu Seven ist einzigartig und etwas Besonderes, weshalb ich hoffe, dass sich mein Gefühl nicht bewahrheitet.

Oh, wie ich mich auf dieses Buch gefreut habe. Das Cover und der Klappentext haben mich so überzeugt, dass ich direkt auch hohe Erwartungen an das Buch hatte. Leider wurden diese nicht wirklich erfüllt. Ich vermute, dass ich vielleicht zu viel erwartet habe. Die Idee mit der Black Forest High und den Geistern hat mir richtig gut gefallen. Auch das Seven mit einem Geist befreundet ist und die verschiedenen Arbeitsgruppen fand ich richtig interessant. Was mir nicht so gefallen hat, waren die übermäßig vielen Geheimnisse. Ich mag Geheimnisse in Büchern, keine Frage. Und ich ergründe auch gerne, was hinter verschiedenen Aussagen stecken könnte, aber wenn man so gar nicht vorankommt und kaum etwas herausfindet, dann empfinde ich das als stockend und nicht mehr ganz so toll. Ob ich die Fortsetzung lesen werde, weiß ich tatsächlich noch nicht. Was ich aber unbedingt lobend erwähnen möchte, sind die tollen Beschreibungen und Details der Akademie. Außerdem sind viele Informationen sehr witzig und humorvoll, was die ganze Geschichte immer wieder etwas aufgelockert hat.