Rezension zu „Die Grimm Chroniken: Der schwarze Spiegel“

Rezension zu „Die Grimm Chroniken: Der schwarze Spiegel“

25. Januar 2019 0 Von Nicky Mohini

„Der schwarze Spiegel“ ist der aufwühlende und erschütternde zehnte Band der Grimm Chroniken.

Hier ein paar Daten zum Buch:

Titel: Der schwarze Spiegel
Autor: Maya Shepherd
Verlag: Sternensand Verlag
Cover: Jaqueline Kropmanns
Preis: eBook 3,99 € / Taschenbuch 12,95 €
Erscheinungsdatum: 1. Februar 2019
Anzahl der Seiten: 318
Serie: Die Grimm Chroniken
Band: 10
Bewertung: 5 Sterne

Rezension

Kann man das Böse definieren? Was ist eigentlich böse? Oder wer? Und kann man alle direkt in eine Schublade stecken? Oder sollte man doch etwas tiefer hinter die Fassade blicken?
Ein prunkvoller Spiegel, der unglaublich gefährlich ist: Schwarzes Glas umrahmt von verschnörkeltem Ebenholz. Der Anfang vom Ende? Wieso sehen wir uns im Spiegel anders, als unsere Mitmenschen uns wahrnehmen? Ein Spiegel zeigt uns meist die schonungslose Wahrheit, zumindest das Äußere betreffend. Doch unser Innerstes lässt sich selten in einem Abbild von uns erkennen. Und gerade das, macht das Böse auch so gefährlich – man erkennt es oftmals erst, wenn es bereits zu spät ist.

Das Cover ist unglaublich düster und dunkel gestaltet. Es zeigt eine tiefschwarze Nacht, in der eine junge Königin in einem schwarzen Kleid vor besagtem schwarzen Spiegel steht. Das bodenlange Kleid schlägt am Saum Wellen und es scheint, als würde das Böse sich wie Rauch ausbreiten. Die Spiegelfläche ist kaputt, weshalb man nur noch einzelne schwarze Scherben erkennen kann.

Mary zeigt wieder zwei vollkommen gegensätzliche Seiten von sich. Auf der einen Seite ist sie gutmütig, liebevoll und um ihre Lieben besorgt. Sie scheint nicht sehr stabil zu sein, weswegen ich mich sehr um sie sorge. Auf der anderen Seite ist sie aber auch unglaublich extrem und herzlos. Ihre Veränderung beängstigt mich sehr.

Margery muss wieder einmal viel durchstehen. Es bricht mir jedes Mal das Herz, zu lesen, wie sie leidet. Sie ist so ein wundervoller Charakter und hat all das Leid definitiv nicht verdient.

Dorian ist wieder da. Ich weiß nach wie vor nicht genau, was ich von ihm halten soll und wie ich ihn einschätzen soll. Mal ist er ganz liebevoll und kümmert sich, doch dann ist er wieder so geheimnisvoll und ich weiß nicht, ob ich ihm vertrauen kann. Aber vor allem in dieser Folge kann man ihn besser kennenlernen und verstehen, was ich als sehr wichtig empfinde.

Meine Güte. Immer wenn ich denke, es kann nicht noch krasser kommen, merke ich, wie sehr ich mich doch getäuscht habe. Meine Begeisterung für die „Grimm Chroniken“ wächst immer mehr, auch wenn ich nicht gedacht hätte, dass das noch möglich ist. „Der schwarze Spiegel“ glänzt mit Spannung, schockierenden Wendungen, fulminanten Kapiteln und lüftet Geheimnisse, die alles verändern werden. Die zehnte Folge ist definitiv nichts für schwache Nerven. Ich persönlich hatte teilweise einen richtigen Kloß im Hals und war total fertig.