Rezension zu „H.O.M.E.: Die Mission“

Rezension zu „H.O.M.E.: Die Mission“

22. April 2019 0 Von Nicky Mohini

„H.O.M.E. Die Mission“ ist der durchschnittliche zweite Band der „H.O.M.E.-Reihe“.
 
Hier ein paar Daten zum Buch:
Titel: Die Mission
Autor:  Eva Siegmund
Verlag: cbt
Cover: Carolin Liepins
Preis: eBook 9,99 € / Taschenbuch 13,00 €
Erscheinungsdatum:  11. März 2019
Anzahl der Seiten: 448
Serie: H.O.M.E.
Band: 2
Bewertung: 3 Sterne

Rezension
 
Für die Mission haben Zoë und ihre Freunde jahrelang trainiert. Nun ist es so weit, denn sie befinden sich auf dem Weg zum Planeten Keto, dem Ziel ihrer Aufgabe. Zoë ist in ihrer Arbeit schon immer aufgegangen – doch seit sie in Berlin war und gesehen hat, wie das Leben außerhalb der Akademie ist, ist sie nicht mehr dieselbe. Sie konnte hinter die Kulissen ihrer Ausbilder blicken und weiß nun, dass sie die ganze Zeit benutzt wurde. Nichts ist so, wie es ihr erzählt wurde und als wäre das noch nicht genug, wird Zoë unter Druck gesetzt. Dazu kommt, dass die Verbindung von Jonah und ihr Risse bekommen hat. Einige davon wurden von Kip verursacht, Zoës Freund aus Berlin. All diese Ereignisse scheinen ein schlechtes Omen zu sein. Werden Zoë und ihre Crew ihre Mission erfüllen können?
 
Das Cover zeigt im oberen Teil die Stadt Berlin, wie sie in Zoës Zeit aussieht. Es sind viele hohe Gebäude zu erkennen. Einige sind noch gut erhalten, andere fast nur noch Ruinen. Es sieht sehr futuristisch aus. Im Gegensatz dazu sieht man im unteren Teil eine Dschungellandschaft, in dem ein Holzhaus steht. Im Hintergrund sieht man zwei Monde, die über den Bergen stehen. Das Cover zum zweiten Band passt sehr gut zu dem des ersten Bandes. Es zeigt wieder unglaubliche Gegensätze und hat mein Interesse an der Geschichte nur noch erhöht.
 
Zoë ist eine starke und mutige Protagonistin. Nachdem sie aber nun erfahren hat, wer hinter ihrer Ausbildung steckt, ist sie wütend und enttäuscht. Alles war eine Lüge und Zoë muss nun schauen, wo sie bleibt und wie sie ihre Aufgabe erfüllen kann. Enttäuscht, von Selbstzweifeln und Ängsten geplagt versucht sie, sich nichts anmerken zu lassen, um die Mission abschließen zu können. Vor allem die zwischenmenschlichen Beziehungen auf dem Raumschiff stellen eine weitere Herausforderung für sie dar. Zoë muss über sich hinauswachsen, damit sie alles in den Griff bekommen kann.
 
Kip hat sich schon in Band eins langsam in mein Herz geschlichen, weil er einfach eine unglaublich sympathische Art an sich hat. Ich liebe jede Szene mit ihm. Er hat ein großes Talent einen zum Lächeln zu bringen und aus jeder vertrackten Situation das Beste herauszuholen. Wenn er in der Nähe von Zoë ist, wird sein Beschützerinstinkt noch größer, als sonst. Kip ist einfach ein toller Charakter, den man meiner Meinung nach einfach mögen muss.
 
Jonah hat es mir von Beginn an nicht wirklich leicht gemacht, ihn zu mögen. Auf mich wirkt er eher unsympathisch und stur, vielleicht auch manchmal zu unreif. Natürlich ist die Situation auch für ihn nicht leicht und dafür habe ich auch Verständnis, aber mit seiner Art konnte er einfach nicht zu mir durchdringen.  
 
Ich habe mich so sehr auf das Buch gefreut, vor allem, nachdem mir der erste Band der „H.O.M.E.-Reihe“ so gefallen hat. Leider habe ich schnell gemerkt, dass es nicht wirklich an seinen Vorgänger anknüpfen konnte. Zoës Geschichte ist interessant, doch das erste Viertel ist eher langatmig und zäh. Danach wurde es etwas besser, aber nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. Vor allem vom Ende bin ich unglaublich enttäuscht. Ich finde es sehr schade, weil es mir auch nicht so viel Spaß gemacht hat, das Buch zu lesen, wie ich es gehofft hatte. Alles in allem kann ich sagen, dass die Geschichte nicht schlecht ist, aber für mich einfach nicht das Leseerlebnis, was ich mir gewünscht habe.