[Rezension] Sieh mich an: Jeder hat Narben. Manche sind nur besser zu sehen

[Rezension] Sieh mich an: Jeder hat Narben. Manche sind nur besser zu sehen

23. Oktober 2019 Aus Von Grey

Eine wie „Phönix aus der Asche“ – Geschichte, die zeigt das ein Neuanfang nicht unbedingt bedeutet, das alles nur Sonnenschein ist.

Details:
Sieh mich an: Jeder hat Narben. Manche sind nur besser zu sehen
Erin Stewart
Heyne Verlag
12,99 € E-Book / 16,00 € Hörbuch

14. Oktober 2019
416 Seiten
5 Sterne

Danke an Randomhouse und den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Dies hatte keinen Einfluss auf meine Rezension.

Inhalt:
Bei einem schrecklichen Feuer hat die 16-jährige Ava alles verloren, was ihr wichtig ist: ihre Eltern, ihre Cousine Sara, die zugleich ihre beste Freundin war, ihr Zuhause. Sie musste zahlreiche Operationen über sich ergehen lassen. Und noch immer ist ihr ganzer Körper, vor allem aber ihr Gesicht, von tiefen Narben gezeichnet. Doch nun soll Ava sich Schritt für Schritt in den Alltag zurückkämpfen. Saras Eltern, die sie bei sich aufgenommen haben, verlangen von ihr, dass sie wieder die Highschool besucht – Avas schlimmster Alptraum. Schließlich einigen sie sich auf eine »Probezeit« von zwei Wochen. Ava ist wild entschlossen, danach nie wieder einen Fuß vor die Tür und schon gar nicht in eine Schule zu setzen. Aber dann kommt alles ganz anders, denn Ava findet ausgerechnet dort, wo sie es am wenigsten erwartet, Seelenverwandte…

Erster Eindruck zum Buch:
Nach nur wenigen Sätzen wird einem klar, das es sich hier nicht um eine „Alles wird auf magische Weise wieder gut.“ – Geschichte handelt, sondern realistisch zeigt wie es Überlebenden ergeht. Doch es ist nicht alles ernst, denn stellenweise ist es auch auflockernd und mit einer Prise Humor geschrieben.

Protagonisten:
Piper ist jemand, die sagt was sie denkt, auch wenn es sich erstmal wie ein Schlag ins Gesicht anfühlt. Direktheit ist ihr Ding und das ist eine Möglichkeit mit dem umzugehen, was sie erlebt hat, denn man merkt genau das sie es oft nicht böse meint.
Ava versteckt sich hinter ihrem sarkastisch angehauchten schwarzem Humor, aber das ist für sie, verständlicherweise, die beste Art um sich zu schützen. Ich kann ihre Gedanken und Reaktionen verstehen, allerdings war es umso schöner zu sehen, wie sie sich Stück für Stück etwas von ihrem Leben vor dem Unfall zurückholt.

Meine Meinung:
Es beschönigt nichts und wirkt auch nicht pseudo-optimistisch, was ich bei dem Thema wirklich gut fand. Das Buch ist ein kleiner Mutmacher. Dadurch, das es kein klassisches Happy End hat, sondern eines das einen mit dem Gefühl von Hoffnung zurücklässt. Eine wie „Phönix aus der Asche“ – Geschichte, die zeigt das ein Neuanfang nicht unbedingt bedeutet, das alles nur Sonnenschein ist. Es ist ein Kampf den man antreten muss und am besten macht man das gemeinsam mit anderen. So findet man vielleicht eine Stärke in sich, die man dort nicht erahnt hätte.