[Rezension] Where Summer Stays
Vielleicht sind wir nicht füreinander bestimmt. Aber was, wenn wir es trotzdem versuchen?
Details:
Where Summer stays
Ivy Leagh
Carlsen Verlag
4,99 € E-Book / 15,00 € Paperback / 24,95 € Hörbuch
27. April 2023
465 Seiten
Festival – Serie #1
4 Sterne
*Vielleicht sind wir nicht füreinander bestimmt. Aber was, wenn wir es trotzdem versuchen?* Wegrennen, und zwar ganz weit weg. Das ist Charlies einziger Wunsch, als sie während ihres Klassikradio-Praktikums auf ein riesiges Rockfestival geschickt wird. Am liebsten würde sie sich die kommenden vier Tage einfach im Zelt verstecken, vor all dem Lärm und den Menschenmassen, die sie so sehr überfordern. Doch dann trifft sie auf Levy mit seiner faszinierend charismatischen Art, dem Eyeliner und den unzähligen Tattoos – und plötzlich fühlt sie sich wie im freien Fall. Er macht Charlie mutig, in seiner Nähe fühlt sie sich sicher. Aber dann fallen ihr Verhaltensweisen an Levy auf, die sie nicht begreift. Er scheint ein ganz anderer Mensch zu sein, als er vorgibt, und zurück im Alltag wendet Levy sich plötzlich von ihr ab – ohne zu wissen, dass ihr Herz in seiner Nähe immer schneller schlägt …
Über die Kapiteltitel musste ich oftmals schmunzeln. Man bekommt schnell einen guten Eindruck was die Grundstimmung im Buch ist und der Vibe der auf dem Festival herrscht.
Man bekommt schnell ein Gefühl von Verständnis für beide Protagonisten. In dieser Geschichte hat nicht nur eine Person seine Probleme und genau das macht die kleinen Schritte die sie gehen, bedeutsam, denn es zeigt das es trotzallem eine Entwicklung ist. Ich war überrascht und stellenweise auch überrumpelt über all die Emotionen die einem entgegenprasseln. Es war positiv wie verständlich diese für mich als Leserin gemacht waren, sodass ich mir vorstellen kann, wie beengend es sich anfühlen muss. Ich war beeindruckt, denn in der Geschichte geht viel vor und doch hat es sich beim Lesen nie wie „zu viel“ angefühlt. Viele kleine Momente und unterschwellige Dinge, die zu einem tollen großen ganzen geführt haben. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber ich freue mich darauf mehr von der Autorin zu lesen, da ich die anderen Bände der Festival Reihe bereits habe.
Charlotte / Charlie kämpft wirklich sehr mit dem Festival und diese Zerissenheit spürt man überdeutlich. Ihre Gefühle und Ängste wurden für mich sehr gut nachvollziehbar dargestellt und so fiel es mir leicht die Emotionen besser zu verstehen. Ihre Entwicklung während der Geschichte wirkte auf mich real und in dem genau richtigen Tempo. Charlie zeigt uns, das es okay ist zu fühlen und das Gedanken, das man zu viel für andere ist, häufiger aufkommen, als man nach außen hin denkt. Ihre Fähigkeit, das ihr kleine Dinge auffallen, obwohl sie gefangen in sich selbst ist, haben mich beeindruckt. Levys äußerer Schein trügt, deswegen macht er einen neugierig auf mehr. Bei all den Gefühlen, die er fühlt, merkt man das er kein schlechter Mensch ist, auch wenn er große Päckchen mit sich rum trägt. Dennoch schafft er es auf andere zu achten und sein Verhalten zu reflektieren.