[Rezension] Der Gott und die Füchsin
Auftakt eines bezaubernden Zweiteilers über zwei scharfzüngige Unsterbliche.
Details:
Der Gott und die Füchsin
Sophie Kim
Heyne Verlag
5,99 € E-Book / 17,00 € Paperback / 21,04 € Hörbuch
11. Februar 2026
464 Seiten
Fate’s Thread – Reihe #1
4 Sterne
Kim Hani hat ein dunkles Geheimnis: Sie ist die Blutrote Füchsin, eine Gestaltwanderin, die vor hundert Jahren etliche böse Männer getötet und ihre Seelen verschlungen hat. Weil sie davon immer noch pappsatt ist, arbeitet sie jetzt in einem Café – ausgerechnet im Lieblingslokal von Seogka, dem gefallenen Trickster-Gott, der so unverschämt wie gutaussehend ist. Als ein Dämon droht, die Welt der Menschen zu vernichten, müssen Seogka und Hani zusammenarbeiten, um ihn aufzuhalten. Doch Seogka ist auch auf der Jagd nach der Blutroten Füchsin: schnappt er sie, darf er ins Götterreich zurückkehren. Hani hat selbstverständlich nicht vor, sich von diesem arroganten Schönling erwischen zu lassen. Doch bei ihrer Suche nach dem Dämon kommen sich die beiden immer näher, und schon bald muss Hani sich entscheiden: Will sie ihre Freiheit oder ihre große Liebe?
Ich bin ein Fan des Covers und des Stils. Ein Cover an dem man sich nicht satt sehen kann, es macht Spaß die kleinen Details zu entdecken.
Der Stil der Autorin, die detaillreiche Welt die sie erschafft und all die Kreaturen aus der Mythologie, wenn auch freier interpretiert, haben mich leicht in Beschlag genommen. Es gab Momente, die ich als etwas anstrengend empfand, aber auch jene die mir sehr gut gefallen haben. Auch die Entwicklung hinter die Mauern ihres Daseins, haben dazu geführt das ich schnell in der Geschichte voran kam und die Zeit nur so verflog. Ich bin wirklich froh, das ich nicht lange auf den zweiten Band warten muss, da mich die Beziehung zwischen Hani und Seogka doch noch mitgerissen hat, woran ich anfangs etwas gezweifelt habe. Dennoch konnten mich die Dialoge und das drumherum überzeugen.
Hani ist rebellisch, mutig und handelt manchmal schneller als sie denkt. Sie verhält sich manchmal kleinlich und kindischer als man bei ihrer Lebenserfahrung erwartet und das fande ich nicht so gut, da es mir zu viel wurde. Ihre Scharfsinnigkeit und die Fähigkeit sich schnell auf neue Situationen einzulassen, haben mich wiederrum beeindrucken können, es zeigt das sie trotz allem auch noch en Gewissen hat. Hani kommt zwar durch ihr Leben manchmal ein wenig skurpellos rüber, aber sie hat auch einige gute Seiten.
Undurchschaubar, ein Charakter der mich neugierig macht, aber gleichermaßen auch arrogant und sehr von sich überzeugt ist, ist Seogka. Ich denke das kommt daher, das er es als Gott nicht anders gewohnt zu sein scheint. Seine Geschichte interessiert mich sehr, da dahinter mehr steckt. Das man mehr Facetten von ihm kennenlernt, auch jene die nicht jeder zu Gesicht bekommt, haben mich seine Szenen gebannt verfolgen lassen.